„Shinrin Yoku“ ? Waldbaden in Wiesbaden …

Es war (zunächst) nur eine „verrückte“ Idee und Kombination: Gemeinsam am Wiesbadener Hausberg, dem Neroberg „herum laufen“, dabei die (zufällig) acht Stufen des Motivations-Modells „Spiral Dynamics“ kennen lernen und dabei an jeder Station je eine der (zufällig) acht Brokatübungen aus dem Qigong ausführen. Der Gruppe – Mitgliedern und Interessenten der Regionalgruppe Wiesbaden/Mainz des Bundesforums Strategie (strategie.net) – hat es offensichtlich gefallen und sehr gut getan. Erst im Laufe der Nachbereitung wurde auch klarer, warum …

Waldspaziergänge tun gut – vor allem dann, wenn man die Natur mit allen Sinnen wahrnimmt. In Japan gilt „Shinrin Yoku“, etwa „Waldbaden“  als fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Viele Studien konnten dessen Wirksamkeit belegen. Wer sich im Wald aufhält, so zeigten Untersuchungen, senkt seinen Blutdruck und reduziert Stresshormone. Vielleicht liegt das an der Ruhe, die der Wald ausstrahlt, oder am besonderen Klima, das der Wald erzeugt. Phytonzide wirken auf den Menschen ausgleichend und werden auch in der Naturheilkunde eingesetzt. Das Grün der Bäume soll laut Farbpsychologie außerdem die Nerven beruhigen und das Immunsystem stimulieren. Aber Bäume haben noch eine ganz andere Wirkung auf den Menschen …

Bäume inspirieren und verjüngen

„Auch streift der Mensch in den Wäldern seine Jahre ab wie die Schlange ihre Haut und ist, in welchem Jahre seines Lebens er auch stehen mag, doch immer ein Kind“, so Ralph Waldo Emerson, ein amerikanischer Philosoph aus dem 19. Jahrhundert. Im Wald lässt man den Alltag hinter sich, legt seine Rollen ab und ist ganz Mensch, ganz Kind, spielerisch und fröhlich. Auch unseren Vorfahren waren Bäume heilig. Sie verehrten vor allem große, uralte Eichen, und brachten dort ihre Opfer dar. Heute können wir zwar kaum ermessen, wie tief die Beziehung der Kelten und Germanen zu ihren heiligen Hainen war, aber eine Inspirationsquelle sind Bäume immer noch. Sie bewegen etwas im Menschen und bringen seine Seele zum Schwingen…

So wären diese knapp 3 Stunden „Waldbaden mit Qigong“ – dem Jahrtausende alten chinesischen Energie- und Mentaltraining für sich schon wertvoll gewesen; aber damit nicht genug! Auf kleinen Karten studierten die Teilnehmer*innen jeweils eine der Motivations- und Bewusstseinsstufen von „Spiral Dynamics“ (spiraldynamics.de) – und fanden interaktiv, spielerisch heraus, in welcher Reihenfolge, mit welchen typischen Merkmalen und warum sich diese Stufen wohl entwickelt haben.  Es wurde auch deutlich, wo „wir“ gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich stehen, welche Chancen und Risiken auf jeder Stufe gegeben sind; und auch, dass frühere, viel ältere Bewusstseinsstufen noch immer wirken – und wenn es glückbringende Maskottchen bei Fußball-Fans sind. Klar wurde auch, dass unser gegenwärtiger Lebens-, Arbeits- und Lernstil „nicht das Ende der (evolutionären) Fahnenstange“ ist – wir hatten also reichlich Orientierungshilfen „für den Weg durch den Wald des Lebens“. Die letzten Stationen wurden dann angesichts der zunehmenden Dunkelheit wie auch des nahen Restaurants „Leichtweis“ etwas flotter absolviert; beim abschließenden Mahl tauchte die Idee auf, dass hier ein ganz neues Format von „gesundem Ideenaustausch“ gefunden wurde – Wiederholung gewünscht…
Für die Freunde der Engpasskonzentrierten Führungs- und Verhaltensstrategie noch dies: Der Urheber, Wolfgang Mewes, lebte ja eben genau an diesem schönen Nerobergwald …

Wer also Interesse an einem ebenso entspannenden, körperlich wie geistig erfrischenden „Waldbad“ hat – gerne auch in einer eigenen geschlossenen Gruppe – möge mir dies bitte mitteilen unter info@m-g-franz.de

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